Drei Zahlen, die den Druck erklären
- Nur 23,2 % der Einzelkanzleien konnten 2024 ihre offenen Stellen besetzen (STAX 2024, BStBK/Allensbach).
- 43,8 % des Kanzleiumsatzes gehen mittlerweile in Personalkosten – 2018 waren es noch 37 % (STAX 2024).
- 91,6 % halten KI für relevant, nur ~30 % setzen sie aktiv ein (SWI Finance / Handelsblatt).
Wo diese Zahlen in der Kanzlei ankommen
Der Druck aus diesen Zahlen trifft immer denselben Engpass: qualifizierte Mitarbeiterstunden in der vorbereitenden Buchhaltung. Drei Muster sind dabei typisch.
Rückfragen-Schleifen mit dem Mandanten
Fremdsprachige Rechnungen, unklare Positionen, handschriftliche Quittungen: Die Bearbeitung hält an, weil beim Mandanten nachgefragt werden muss. Die Antwort kommt ein bis drei Tage später und ist oft selbst erklärungsbedürftig.
Qualifizierte Fachkräfte in Routinearbeit gebunden
Sortieren, Dublettencheck, schlechte Scans nachpflegen, Positionen aus PDFs heraustippen – diese Arbeit bindet genau die Mitarbeiter, die laut STAX zu 59,1 % schlicht nicht zu finden sind.
Monatswellen statt gleichmäßiger Flow
Belege kommen in Wellen – Monatsanfang, Quartalsende, Jahreswechsel. Fehlt jemand im Team, verschiebt sich der Druck direkt in Abschlüsse, Beratung und Neugeschäft.